Unverschämte Jugend
In einem Leben als Ticketverkäufer für Stadtrundfahrten hat man eigentlich schon alles mögliche erlebt, würde man meinen. Von sich mit Händen und Füßen verständigenden Touristen, unfreundlichen und ziemlich hilflosen Menschen ist einem da eigentlich schon alles über den Weg gelaufen. Ich wurde sogar schon einmal beschimpft, dass meine Preise angeblich unverschämt und „Wucher“ seien, obwohl wir sogar mit unseren Ticketpreisen knapp unter dem Durchschnitt in der Stadt liegen. Aber da entwickelt man eigentlich eine relativ dicke Haut mit der Zeit. Sensibilität wäre in meinem Job wirklich fehl am Platz, da man auf der Straße ja wirklich so einiges erlebt. - Wo wir gerade beim Thema wären! Einmal habe ich sogar einen Dieb gefangen, das war ein Erlebnis, sage ich euch. Der Typ dachte wohl, er wäre besonders clever, als er eine älteren Touristen seine Handtasche entriss, die sich gerade auf den Weg machte, in meinen Bus einzusteigen. Da habe ich aber blitzschnell reagiert, ihn gepackt, ein Bein gestellt und da lag der Hund blutend am Boden. Ich rettete natürlich die Handtasche der älteren Dame, verständigte über den Busfunk die Polizei und erhielt als Belohnung von besagter Dame sogar ein kräftiges Trinkgeld. Das war wirklich ein Tag, an dem ich mich besonders gut gefühlt habe.
Ganz anders dagegen heute. Ich stand wie so oft am Potsdamer Platz und versuchte den Leuten meine Stadtrundfahrten an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Plötzlich schubste mich ein junger Bursche aus einer Gruppe Jugendlicher, die gerade über den gut bevölkerten Platz schlenderte, stark von hinten und rief mir zu, ob ich nichts vernünftiges gelernt hätte und dass ich doch lieber Flaschen Sammeln gehen sollte und Hartz dazu betragen könnte, das würde sich sicher mehr lohnen und dafür würde ich die Leute hier in der Stadt nicht mehr nerven. Ich traute meinen Ohren kaum, aber bevor ich reagieren konnte, war der unverschämt Strolch schon in der Menge verschwunden, bevor ich ihn maßregeln konnte. Natürlich, gelernt habe ich nichts. Aber meine Arbeit ist doch besser als vom Staat zu leben! Ich und ein nichtsnutziger Taugenichts? Nein, auf keinen Fall. Oder was meint ihr?
Ganz anders dagegen heute. Ich stand wie so oft am Potsdamer Platz und versuchte den Leuten meine Stadtrundfahrten an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Plötzlich schubste mich ein junger Bursche aus einer Gruppe Jugendlicher, die gerade über den gut bevölkerten Platz schlenderte, stark von hinten und rief mir zu, ob ich nichts vernünftiges gelernt hätte und dass ich doch lieber Flaschen Sammeln gehen sollte und Hartz dazu betragen könnte, das würde sich sicher mehr lohnen und dafür würde ich die Leute hier in der Stadt nicht mehr nerven. Ich traute meinen Ohren kaum, aber bevor ich reagieren konnte, war der unverschämt Strolch schon in der Menge verschwunden, bevor ich ihn maßregeln konnte. Natürlich, gelernt habe ich nichts. Aber meine Arbeit ist doch besser als vom Staat zu leben! Ich und ein nichtsnutziger Taugenichts? Nein, auf keinen Fall. Oder was meint ihr?
Peterbutze - 2. Apr, 12:47